Mittwoch, 25. Juli 2007

Attacke

Geisteskämpfer an der Front

In den Berichten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über Rudolf Steiner und die Waldorfschulen (vgl. Keine Prügel, kein Rassismus) sieht auch der Gesellschafter und Redakteur der Zeitschrift „Info3“, Jens Heisterkamp, nichts anderes als eine diffamierende Kampagne. Die Wissenschaftler und Journalisten sind für Heisterkamp „Krypto-Informanten“, mit deren Hilfe eine „Attacke gegen Waldorf in der FAZ-Sonntagszeitung“ inszeniert würde. Der „angebliche Rassismus“ sei wieder einmal nichts anderes als ein Vorwand, um gegen die Waldorfschulen zu Felde zu ziehen und die tatsächlichen „Erfolge der Anthroposophie auf breiter Front“ zu verheimlichen. Die Studie der niederländischen Anthroposophen (publiziert vom Info3-Verlag) hätte schließlich schon vor Jahren „selbstkritisch“ eingeräumt, dass Steiners Oeuvre auch einzelne „fragwürdige“ Sätze enthalte. Wer jetzt noch Kritik übt, der treibt es wirklich zu weit.

Was Heisterkamp unter Erfolgen der Anthroposophie versteht, ist seiner Stellungnahme „Gegen die Trennung von Glauben und Wissen“ zu entnehmen:

„Kulturkampf-Stimmung im Wiesbadener Landtag: aufgebrachte Abgeordnete von den Grünen und der SPD sehen den Untergang des Abendlandes kommen, das Ende von Aufklärung und Demokratie und des säkularen Staates. Das deutsche Feuilleton steht Kopf. Ging es etwa um den geplanten Bau einer Moschee, um Kopftücher in Schulen oder die Ausbreitung islamisierten Parallelgesellschaften in Deutschland? Mitnichten. Am Pranger stand vielmehr die Hessische Kulturministerin Karin Wolff mit ihrem Plädoyer dafür, im Biologieunterricht auch die biblische Schöpfungsgeschichte zu diskutieren. Mit dem Eifer von Glaubenskriegern warfen die Hessischen Oppositionsparteien daraufhin Parolen ins Feld wie die, dass es keine „Vermischung“ von Glauben und Wissen und keinen Rückfall in die Zeiten vor der Trennung von Wissenschaft und Religion geben dürfe. Genau darum aber geht es – die Zeiten dieser Trennung sind nämlich vorbei.“

Die „Zeiten dieser Trennung“ hat es an Waldorfschulen nie gegeben. An staatlichen Schulen sind sie keineswegs vorbei. Dort sind Religion und Biologie auch weiterhin zwei unterschiedliche Lehrfächer. Heisterkamp verwechselt Erfolg und Wunschdenken. Zumindest soll aber nicht das bereits erreichte wieder verspielt werden. Insbesondere sind die Waldorfschulen davor zu bewahren, durch die Medien in Misskredit gebracht zu werden.

An anderer Stelle, in Michael Mentzels “Themen der Zeit” (TdZ), sehen sich die Anthroposophen daher aufgrund der Zeitungsberichte genötigt, einen Artikel des anthroposophischen Zentralorgans „Das Goetheanum“ vom 1. September 2006 erneut zu publizieren. Darin macht sich der Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, Detlef Hardorp, Gedanken über "Unzeitgemäßes Vokabular":

„Ist es nicht an der Zeit, sich über angemessene und öffentlichkeitswirksame Stellungnahmen Gedanken zu machen? Die Anthroposophische Gesellschaft in den Niederlanden hat das im Kontext des heutigen niederländischen Strafrechts bereits vor Jahren getan (‹Goetheanum› Nr. 15/2000), mit der Wirkung, daß dort die Rassismusvorwürfe so gut wie aufhörten.“

Unzeitgemaesses-Vokabular

“Unzeitgemäßes Vokabular”
Detlef Hardorp, Sprecher der Waldorfschulen, möchte die Rassenideologie Rudolf Steiners sprachlich modernisiert vermitteln.


Von den Niederländern lernen, heißt Siegen lernen. Hardorp empfiehlt deshalb, dass sich die deutschen Anthroposophen von dem Vokabular Steiners partiell distanzieren sollten, weil die Rassenterminologie heute vorwiegend von Rechtsextremisten verwendet würde und in der Öffentlichkeit gar nicht gut ankäme.

„Täte das eine offizielle Instanz innerhalb der anthroposophischen Bewegung, würde ein Zitieren von Halbsätzen Steiners mit diesen Ausdrücken seine journalistische Brisanz weitgehend verlieren.“

Unglücklicherweise fehlt in der deutschen "Bewegung" eine solche „Instanz“, die dazu Willens und in der Lage wäre, dem "Zitieren von Halbsätzen" wirksam zu begegnen. Allerdings meiden die Anthroposophen schon lange das eindeutige Vokabular. Hardorp lässt nicht den geringsten Zweifel daran, dass es dabei lediglich um eine sprachliche Innovation auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit geht, ohne die Inhalte der Texte Rudolf Steiners preiszugeben. Eine offizielle Erklärung von anthroposophischer Seite, würde, so die Hoffnung, als ein symbolischer Akt, auf den sich alle Anthroposophen fortan berufen könnten, der lästigen Kritik ein Ende bereiten.

„Sieht man vom unzeitgemäßen Vokabular einmal ab, findet man bei Steiner interessante Charakterisierungsversuche kultureller Differenzen, die er einerseits zu Erdeinwirkungen und andererseits zu kosmischen Typologien in Beziehung setzt.“


Das klingt doch schon ganz anders als der authentische Duktus Rudolf Steiners (Keine Prügel, kein Rassismus), wenngleich die „Erdeinwirkungen“ und die „kosmischen Typologien“ auch immer noch ein wenig durchscheinen lassen, was „Anthroposophie“ tatsächlich bedeutet. Für die nicht "eingeweihte" Öffentlichkeit sind "interessante Charakterisierungsversuche kultureller Differenzen" aber allemal leichter eingänglich als das besondere "Triebleben" der "Neger". Es meint nur im anthroposophischen Sprachgebrauch genau dasselbe.

Samstag, 14. Juli 2007

Keine Prügel, kein Rassismus

Kampagnen und Kreuzzüge, Trieb- und Denkleben

Es gibt keine Gewalt an Waldorfschulen und auch keinen Rassismus im Werk Rudolf Steiners. Das erklärt der "Bund der Freien Waldorfschulen" in Reaktion auf die Presseberichte der letzten Wochen.

Die Ergebnisse der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts und die Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (vgl. Prügel in der Waldorfschule) sind aus Sicht des Verbandes Teil einer „systematischen Kampagne“, eines „fanatischen Kreuzzugs“ einiger „organisierter Gruppen“. (Der Tagesspiegel, 11.07.2007)

Die Stellungnahme Hartwig Schillers erinnert stark an den misslungenen Versuch Günther Oettingers, den NS-Marinerichter Hans Filbinger zu einem Gegner des Nationalsozialismus zu stilisieren:

"Diese Begriffe liegen lange zurück", entgegnete gestern Hartwig Schiller, Bundesvorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen dem Rassismusvorwurf. Zudem gebe es genügend Stellen im Werke Steiners, die bewiesen, dass dieser sich aus zeitgeschichtlichen Gründen der Rassenterminologie bediente, tatsächlich aber ein Gegner der Rassenideologie gewesen sei, die er als Irrweg der Menschheit bezeichnet habe.“ (Berliner Zeitung, 12.07.2007)

"Tatsächlich" ist nichts dergleichen in Steiners Schriften zu finden. Dass auf einer Pressekonferenz nicht die Wahrheit gesagt wird, kann nicht überraschen, aber die Unverfrorenheit des Herrn Schiller ist auch nicht ganz alltäglich. In der seriösen wissenschaftlichen Literatur steht Steiners Rassismus außer Frage (Zuletzt Helmut Zander: Anthroposophie in Deutschland, insbes. S. 624 ff.).

Steiner geht zwar von einer Überwindung der menschlichen Rassen aus, aber erst in der sechsten und siebten „nachatlantischen Kulturepoche“ der steinerschen Zeitrechnung. Diese sind in der Hellsicht Steiners auf den Zeitraum ca. 4000 bis 8000 n. Chr. datiert. Für die Vergangenheit, die Gegenwart und für die nächsten zweitausend Jahre gibt es für Steiner und seine Adepten unterschiedlich hoch entwickelte menschliche Rassen. Darin sieht Steiner keinen Irrweg, sondern eine Notwendigkeit. Die Sprecher der Waldorfschulen sind bemüht, dafür die schönsten Worte zu finden, um an diesen Vorstellungen festhalten zu können, ohne dafür in der Öffentlichkeit kritsiert zu werden. (Vgl. Attacke)


Das Bundesfamilienministerium lässt derzeit den Antrag prüfen, zwei Bände der Steiner Gesamtausgabe (GA 107 und 121) auf den Index für jugendgefährdende Schriften zu setzen. Hierzu Schiller:

„Ich garantiere, dass die besagten Schriften nie auf diesen Index kommen werden“. (Berliner Zeitung, 12.07.200)

Das wäre auch unangebracht, denn der Rassismus ist integraler Bestandteil des Steinerschen Evolutions- und Menschenbildes. Dessen Darlegung beschränkt sich nicht auf die beiden zur Debatte stehenden Bände und auch nicht auf die 62 Textpassagen, die von einer niederländischen Anthroposophen-Kommission (im Unterschied zu ihren Deutschen Kollegen) freimütig als "bedenklich" eingestuft werden.

Und vor allem: Die Bücher, in denen Tacheles geredet wird, sind gewiss weniger jugendgefährdend als die verlogene und in Watte gelegte Propagierung ihrer menschenverachtenden Inhalte durch Funktionäre wie den Waldorfpädagogen Hartwig Schiller.

Die Texte des „Hellsehers“ sind in ihrer naiven Offenheit nicht selten - Verzeihung - derart schwachsinnig, dass von ihnen wohl kaum ein Jugendlicher, der noch halbwegs bei Trost ist, "verführt" werden könnte, wenn er sie tatsächlich im Original läse, anstatt ihre Inhalte durch einen anthroposophischen Lehrer vermittelt zu bekommen. Dies mag der folgende Auszug aus Rudolf Steiners „Vom Leben des Menschen und der Erde“, inklusive einer Skizze des "Menschheitsführers", illustrieren:

"Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. (…)

Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen drinnen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammenhängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben.

Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.

Manchmal wirft die Einrichtung des Menschen noch solche Nebenprodukte ab. Das kann man gerade beim Neger sehen. Der Neger hat nicht nur dieses Kochen in seinem Organismus, sondern er hat auch noch ein furchtbar schlaues und aufmerksames, Auge. Er guckt schlau und sehr aufmerksam. Das könnten Sie leicht als Widerspruch auffassen. Aber das ist so: Wenn da vorne der Nerv des Auges sitzt (Zeichnung S. 56), so gehen die Nerven just ins Hinterhirn hinein; die kreuzen sich da. Der Nerv, der geht also ins Hinterhirn.

Und weil der Neger das Hinterhirn besonders ausgebildet hat, deshalb guckt er auch so schlau, deshalb ist er ein so schlauer Beobachter der Welt. Wenn man das anfängt zu verstehen, so wird einem alles klar. Aber solche Betrachtungen, wie wir sie jetzt wieder machen, die macht die heutige Wissenschaft gar nicht." (Rudolf Steiner: Vom Leben des Menschen und der Erde - Über das Wesen des Christentums, GA, 349, S. 55 f. - Abbildung: S. 56)

Der Bund der Freien Waldorfschulen, der Steiners biologistische Wahnvorstellungen "tatsächlich" als antirassistisch, weltoffen und tolerant begreift, wirbt deshalb auf seiner Internetseite mit dem Foto eines "furchtbar schlauen" Blicks.

Gemeinsamer Malunterricht:
Triebleben (vorne) und Denkleben (hinten)
Foto: Bund der Freien Waldorfschulen


Mittwoch, 11. Juli 2007

Prügel in der Waldorfschule

Ein spezielles Phänomen

Gewalt in der Schule gibt es nicht nur an großstädtischen Hauptschulen in weniger gut situierten Stadtteilen. Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), befragt 20.000 Schüler, darunter 530 Waldorfschüler. Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung kommen der Studie zufolge bestimmte Formen von Gewalt an Waldorfschulen häufiger vor als an staatlichen Grund- und Hauptschulen. Während Delikte wie schwere Körperverletzung oder Raub kaum vorkämen, zeige die Untersuchung andererseits, dass Schüler an Waldorfschulen häufiger geschlagen und getreten würden. Zudem werde ihr Eigentum häufiger zerstört. Der Leiter des KFN, Christian Pfeiffer, erklärt sich den Sachverhalt aus Spezifik der Elternhäuser:

„Zwar kämen die Waldorfschüler kaum aus Migranten- oder Unterschichtenfamilien, aber häufig aus gescheiterten Beziehungen. Über 36 Prozent der Neuntklässler leben nicht mit beiden leiblichen Eltern zusammen, 35 Prozent haben bereits Trennung oder Scheidung erlebt; an Gymnasien lauten die entsprechenden Zahlen 23 und 22 Prozent: "Mir scheint es so", sagte Pfeiffer unlängst, "dass manche Eltern, gerade weil sie Schwierigkeiten hatten, sagen, für mein Kind will ich jetzt aber das Beste. Sie bekämpfen ihr schlechtes Gewissen damit, dass sie das Kind in eine besondere Schule geben." Das Kind jedoch wisse mit den unaufgearbeiteten Konflikten nicht anders umzugehen als auf gewalttätige Weise, womit wiederum die Lehrer nicht umzugehen wüssten.“ (FAS, 9.7.2007)

Die besondere Art der „Waldorfpädagogik“ und ihrer „Lehrerausbildung“ führt vielmehr immer wieder auch zu Gewaltanwendungen des Lehrpersonals gegenüber den Schülern. Der ehemalige Waldorflehrer und Schulpsychologe Fritz Beckmannshagen listete 1984 einiges aus dem Repertoire seiner ehemaligen Kollegen auf:

„(…) Ohrenverdrehen, Haare ziehen und überhaupt die Wiedereinführung der Prügel- strafe in schwierigen Fällen. „Es kann durchaus Notwendigkeiten geben für körperliche Strafen, und auch gute Resultate, die daraus entspringen.“ So schreibt der prominente Waldorfpädagoge Erich Gabert in seinem von der Pädagogischen Forschungsstelle der Freien Waldorfschulen herausgegebenen Buch über die Strafe. Besonders wirksam ist auch die kollektive moralische Verurteilung eines Kindes, das allein vor die Gesamtkonferenz bestellt wird. – Als gar nicht wirksam hingegen erwies sich der Versuch einer erfahrenen Heilpädagogin in Wuppertal, zwei Knaben, die sich die Nasen blutig schlugen, durch einen Zauberspruch zu bannen. Das ist nachweislich passiert! Sogar sprachgestaltet! Aber mitunter versagen selbst die äußersten Mittel. Das wird auch das Kultusministerium (Abtl. f. okkulte Forschung) einsehen müssen.“ (Beckmannshagen, Fritz: Rudolf Steiner und die Waldorfschulen. Eine psychologisch-kritische Studie, Wuppertal 1984, S. 41 f.)

In Bayern wurde im letzten Jahr ein Waldorflehrer verurteilt, der es nicht bei einem Zauberspruch beließ und nach dessen Einschreiten ein Schüler eine Kopfverletzung und eine Steißbeinprellung davontrug. Gegen 14 weitere Lehrer derselben Schule wurde wegen Schlagens oder Ohrenziehens ermittelt. Sieben Verfahren sind eingestellt, ebenso viele Beschuldigte müssen sich noch vor Gericht verantworten. (Der Spiegel, 16.09.2006)

Der „Bund der Freien Waldorfschulen“ distanziert sich von der Waldorfschule in Kempten, die seit 1987 nicht mehr dem Bundesverband angehört. Ursache dieses Zwistes sind die üblichen Kontroversen um Autonomie und Hierarchie innerhalb der „geistigen Bewegung“. Die anthroposophische „Erziehungskunst“ Rudolf Steiners als verbindliche Methode ist unumstritten.
(Vgl. ausführlicher: Waldorf vor Gericht)

Montag, 9. Juli 2007

Schöne Wissenschaften

Theo Faiss, Martina Maria Sam und das zweite Goetheanum

Fortsetzung von: Theos Opfer

Das zweite Goetheanum ist bis heute der Sitz der „Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft“ (AAG) und ihrer „Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“. An dieser „Hochschule“ für anthroposophische Esoterik leitet Martina Maria Sam die "Sektion für schöne Wissenschaften". In diesem Jahr erinnert Sam anlässlich des hundertsten Geburtstags von Theo Faiss mit Vorträgen an dessen "Opfer" zugunsten des ersten Dornacher Monumentalbaus und seiner "spirituellen" Würdenträger.

Das heutige Goetheanum in Dornach

In Vorträgen präsentiert Frau Sam 2007 den Gleichgesinnten das 1914 verstorbene Kind als Trophäe der "geistigen Bewegung". Auch in schriftlicher Form gibt es inzwischen von ihr „ein Portrait dieses außergewöhnlichen Lebens“. (in: Das Goetheanum, 29.06.2007).

Da das Leben des Theo Faiss vor allem außergewöhnlich kurz war und nur wenige Daten bekannt sind, ist das "Portrait" schnell "skizziert". Aber, es geht ja auch nicht um die „materialistische“ Sicht seines Lebens, sondern um die „spirituelle“ Dimension seines Ablebens. Die ist soweit klar, wie Rudolf Steiner sich dazu 1915 geäußert hat. Frau Sam hält Theos qualvolles Ende für einen nur „tragisch anmutenden (sic!) Unfalltod“, der natürlich genauso gesehen werden muss, wie Steiner das getan hat: "Karma abgelaufen" – "hingeopfert" - "Ätherleib" in die Aura des Goetheanums "gegossen" - Anthroposophen "inspiriert". Das ist schon bekannt. (vgl. Theos Opfer)

Warum konnte nun aber das erste Goetheanum abbrennen? In der Sprache Sams: Wieso konnten „die Feuerfunken in den ersten Bau einschlagen“?

"Hatte der Ätherleib des Knaben den Bau nicht zu schützen vermocht? Eine Antwort darauf kann nicht leicht gegeben werden.“ (Das Goetheanum, 29.06.2007)

Leicht wäre die Antwort nur gefallen, wenn Steiner sich dazu geäußert hätte. Da das nicht der Fall ist, fehlt die Gewissheit. Deshalb sind die Anthroposophen auf Mutmaßungen angewiesen. Martina Maria Sam nimmt an, dass „nicht nur äußere Gründe“ den Brand ermöglicht haben. Zu Beginn der Zwanziger Jahre habe sich die Anthroposophische Gesellschaft in einem sehr „desolaten“ Zustand befunden.

„In diesem sozial-geistigen Zustand hätte wohl keine noch so hohe Macht den Brand verhindern können.“(ebd.)

Mit anderen Worten: Die Anthroposophen sind 1922 derart zerstritten, dass auch das „Opfer“ einer kompletten Schulklasse nicht ausgereicht hätte, um den Gebäudeschaden abzuwenden. Der "Knabe" Theo ist chancenlos in Bezug auf diese von Steiner ihm zugedachte Aufgabe. Nach dem Brand wird das Goetheanum neu erbaut und die Organisation neu konstituiert, und damit ist alles wieder gut. Aber was ist mit Theo?

„Was Theos Individualität (sic!) mit und nach dem Brand erlebte, welche Metamorphose seine Aufgabe erhielt, darüber haben wir keine direkten Aussagen Rudolf Steiners.“(ebd.)

Das ist einerseits misslich, denn die Dornacher Anthroposophen können deshalb unmöglich von sich selber sagen, ob sie nun immer noch von Theos Geist inspiriert werden oder nicht. Ein Anthroposoph kann nicht wissen, was er denkt und fühlt, wenn Steiner nichts dazu gesagt hat.

Andererseits sind dadurch der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Martina Maria Sam greift die Idee eines anderen Anthroposophen auf:

„Lex Bos vermutete, dass nach der Zerstörung des physischen Goetheanums die Individualität (sic!) Theos auch daran teil hatte, Rudolf Steiner die Inspiration des geistigen Goetheanums, die Worte der Grundsteinlegung, zukommenzulassen.“(ebd.)

Das wäre aber nur eine sehr begrenzte und längst erledigte „Aufgabe“. Wie Theos anschließende und heutige Bestimmung aussieht, weiß der Mitstreiter aus den Niederlanden offenbar auch nicht.

Spielender Ätherleib vor dem Goetheanum
Kein Gedanke an Hinopferung


Fest steht nur: Theos "Individualität" ist durch seinen Erstickungstod nicht beeinträchtigt. Mögen seine zerquetschten Glieder unter dem Möbelwagen auch tragisch „anmuten“, so wandelt sich durch dieses Ereignis doch lediglich Theos anthroposophische Mission, die mit dem Brand des Goetheanums laut Sam erneut eine „Metamorphose“ erfährt. Welche Tätigkeit in der „geistigen Welt“ seither von dieser „Individualität“ posthum ausgeübt wird, ist allerdings ebenso ungewiss wie ihr derzeitiger Aufenthaltsort. Sams Antworten auf ihre eigenen "spirituellen" Fragen bleiben dürftig, aber die Perversion der Sprache erreicht in ihrer Prosa beindruckende Höhepunkte.

Samstag, 7. Juli 2007

Theos Opfer

Theo Faiss, Rudolf Steiner und das erste Goetheanum

In dem kleinen Schweizer Ort Dornach (nahe Basel) beginnen 1913 die Bauarbeiten eines monumentalen anthroposophischen Theater- und Veranstaltungsgebäudes nach den Plänen Rudolf Steiners. Es erhält den Namen „Goetheanum“, worauf hier nicht weiter eingegangen werden soll. Um dieses Zentrum herum entstehen zahlreiche weitere anthroposophische Bauten unterschiedlicher Funktion sowie Wohnhäuser.

Während die Bauarbeiten an den Gebäuden noch andauern, siedeln sich 1914 die ersten Anhänger Steiners auf dem Dornacher Hügel an. An einem Herbstnachmittag wird das Kind einer dieser Familien vermisst und schließlich tot aufgefunden. Ein schwerer Möbelwagen (damals ein Pferdegespann) ist umgestürzt und hat den siebenjährigen Theo Faiss unter sich begraben, der qualvoll erstickt.

Damals wie heute würden die meisten Menschen sicher fragen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, ob Aufsichtspflichten oder Sicherheitsvorkehrungen missachtet wurden oder, ob es sich schlicht um ein tragisches Unglück ohne Fremdverschulden handelt. Für Rudolf Steiner sind solche "materialistischen" Fragen hingegen abwegig.

Ein Gefühl der Trauer für das grausam ums Leben gekommene Kind, ist ihm ebenso fremd wie Mitleid mit dessen Eltern. Aus seiner „spirituellen“ Sicht ist das vermeintliche Unglück des kleinen Jungen doch ein tatsächliches Glück für das große Goetheanum.

„Das Kind war also tot. Die äußere materialistische Anschauung kann sagen: Nun ja, zufällig ist dort zu dieser Stunde der Möbelwagen umgefallen, das Kind kam darunter und wurde zerquetscht. So wird natürlich die materialistische Anschauung sagen. Vor der spirituellen Anschauung ist das ein vollständiger Unsinn. Denn das, was da vorliegt, ist das Karma des Kindes, und dieses Karma des Kindes lenkte all die einzelnen Verhältnisse. Es hat auch den Möbelwagen dorthin gelenkt gerade zu der Stunde, wo das Kind den Tod brauchte, weil das Karma des Kindes es so wollte. Das Karma des Kindes war abgelaufen. Wir haben es hier zu tun mit der Notwendigkeit, Ursache und Wirkung wirklich umzukehren.“ (Rudolf Steiner, Das Geheimnis des Todes, GA 159, S. 51)

Wer diese „Notwendigkeit“ begreift, der wird auch leicht einsehen, dass der kleine Junge sich selbst „geopfert“ hat, und zwar deshalb, damit seine „unverbrauchten“ Lebenskräfte der anthroposophischen Organisation zur Verfügung stehen.

„Denken Sie sich, was da hinter den äußeren Tatsachen für bedeutungsvolle innere Tatsachen stehen: Eine Familie verlegt ihren Wohnsitz in die Nähe des Baues. Da ist ein Knabe, durch sein Seelenwesen besonders veranlagt; er opfert seinen Ätherleib hin, damit der Bau eingehüllt ist in die Kraft dieses Ätherleibes. Da haben wir ein solches Beispiel, an dem wir ersehen, wie unverbrauchte Ätherleiber, die hingeopfert werden, ihre Aufgabe in der Welt haben.“ (ebd, S. 242)

Der Siebenjährige hat aus der „geistigen Welt“ ganz einfach eine neue „Aufgabe“ empfangen. Er soll nicht mehr leben, sondern fortan als Geist Steiners Goetheanum beschützen und das segensreiche Wirken der Dornacher Anthroposophen beflügeln. Das Leben des Kindes hat für Steiner keinen eigenen Wert, aber sein Tod einen Sinn. Menschenwürde existiert für Steiner nicht. (vgl. Zum Geleit) Die „Aura“ seines Tempels auf dem Dornacher Hügel ist für ihn allerdings sehr real und jedes Opfer wert.

Doch weder Steiners „Spiritualität“, noch Theos „Hinopferung“ vermögen das mit viel Holz errichtete Goetheanum vor einem Brand in der Silvesternacht 1922 zu schützen. 1924 wird daher mit dem Bau eines neuen, noch größeren Anthroposophen-Zentrums am selben Ort begonnen, diesmal aus Beton.

Da Rudolf Steiner nach 1915 kein Wort mehr zu Theos "Opfertod" verloren hat, stellen sich für seine Anhänger heute -allen Ernstes - zwei Fragen:

1. Wieso konnte das erste Goetheanum abbrennen? War das Opfer vergeblich? Hat Theo versagt?

2. Was wurde aus Theos „Ätherleib“? Ist der mit dem ersten Goetheanum in Rauch aufgegangen oder konnte der ins zweite Goetheanum diffundieren, um so auch heute noch die Dornacher Geisteskünstler zu inspirieren?

Antworten versucht Martina Maria Sam in der aktuellen Ausgabe der Wochenschrift „Das Goetheanum“ zu geben. Hierzu der nächste Beitrag: Schöne Wissenschaften

Zum Geleit

Anthroposophie, Wissenschaft und Menschenwürde

Tiere haben keinen Gott. Götter, in welcher Vorstellung auch immer, sind eine Erfindung der Menschen. Rudolf Steiner (1861-1925) ist keine Erfindung der Menschen. Er war selber ein Mensch, der anders als andere Menschen, von sich behauptete, „Übersinnliches“ wahrnehmen zu können, also ein „Hellseher“ zu sein. Die Wissenschaft und die meisten Menschen glauben ihm das nicht, einige jedoch tun das. Sie nennen sich Anthroposophen.

Rudolf Steiner (Foto: DPA)

Anthroposophie - wörtlich: "Weisheit vom Menschen" - ist nichts anderes als die sonderbare „Weisheit“ des Menschen Rudolf Steiner. Dieser „Weisheit“ zufolge, ist Steiner nicht nur ein Mensch, sondern ein „Menschheitsführer“. Ausschließlich auf diesen „Führer“ gestützt, versuchen die Anthroposophen, heute wie vor hundert Jahren, die gesamte Welt zu deuten.

Irreführenderweise bezeichnen sie dieses Unterfangen als „Geisteswissenschaft“ (Singular), im Gegensatz zu den Geisteswissenschaften (Plural). In der englischen Sprache wird die Differenz deutlicher. Die akademischen Geisteswissenschaften heißen dort „Humanities“, im Unterschied zu der anthroposophischen „Geisteswissenschaft“, die als „Spiritual Science“ bezeichnet wird. Kurz gesagt: Nicht Wissenschaft ist hier gemeint, sondern Esoterik („Geheimlehre“).

Steiner spricht deshalb auch von der „Geheimwissenschaft“ und ihrem spezifischen „Schulungsweg“, der schrittweisen „Einweihung“. Die beginnt idealerweise im Kindesalter, aber auch für Erwachsene ist es nie zu spät. Der „Geheimschüler“ muss dann nur möglichen akademischen Ballast und andere Vorbelastungen abwerfen und jegliche kritischen Erwägungen glaubwürdig verbannen, zugunsten einer „devotionellen“ Haltung gegenüber dem „Geheimlehrer“. So kann er schließlich im Kreis der „Eingeweihten“ Aufnahme finden und gegebenenfalls selber eine kleine Führerrolle übernehmen. Mit wissenschaftlicher Forschung und Lehre hat das nicht das Geringste zu tun.

Im Sinne ihrer „Geheimwissenschaft“ trennen die Anthroposophen konsequent zwischen internem Dialog und Außendarstellung. Wer kein überzeugter Anthroposoph ist und sich nicht auf den speziellen „Schulungsweg“ einlassen will, dem ist eben auch die Offenbarung der „Geisteswissenschaft“ nicht zuzumuten. Des „Menschheitsführers“ Worte über menschliche „Rassen“ und manch anderes, klängen in den Ohren der Unbedarften allzu „missverständlich“. So wird der Außenstehende „guten Gewissens“ getäuscht. Denn: Der Anthroposoph, der sagt, „unsere Lehrer vermitteln wissenschaftliche Erkenntnisse“, lügt ja in seinem Sinne nicht. Er versteht darunter nur eben nicht die die Forschung unserer Tage, sondern die Weltsicht des Kolonialzeitalters aus der „spirituellen“ Perspektive Rudolf Steiners.

Dieser Vorgehensweise kann ein Erfolg nicht abgestritten werden, wenn beispielsweise die anthroposophischen Einrichtungen auf schulischem Gebiet, die sogenannten „freien Waldorfschulen“, vielen immer noch als „kindgerechte“ Alternative zu staatlichen Schulen erscheinen. Die Anthroposophen verstehen aber unter der Besonderheit einer kindlichen Individualität keineswegs dasselbe wie die meisten Eltern und die Erziehungswissenschaft.

Nach deren Prämissen hat jeder Mensch einen besonderen Wert, der im Unterschied zum Preis einer Sache mit nichts anderem in ein Verhältnis gesetzt werden kann. Das heißt, der Mensch hat nicht nur einen Wert, sondern er ist selbst ein Wert, der nicht von seiner Person zu trennen ist. Dieser einzigartige Wert ist die Menschenwürde, die nicht relativierbar und nicht veräußerbar ist.

Für Anthroposophen hat das Leben eines Menschen hingegen keinen Selbstzweck und keinen absoluten Wert. In Steiners „geistiger Welt“ absolvieren die Menschen „wiederholte Erdenleben“. In jedem dieser Leben muss eine Rechnung aus dem jeweils vorausgegangenen Dasein beglichen werden und können andererseits Pluspunkte für die nächste Runde gesammelt werden. (Karma und Reinkarnation nennen das die „Eingeweihten“.) Pluspunkte sammelt der Mensch, indem er dem „Menschheitsführer“ vertraut und gehorcht, sein gesamtes Leben, Denken, Handeln und Fühlen von dessen „Weisheit“ leiten lässt. Wer Steiner glaubt, der gelangt im nächsten Leben auf eine höhere Stufe, wer selber denkt, muss solange als „Materialist“ wiederkehren, bis er seinen Irrtum eingesehen hat, sozusagen „nachsitzen“ bis er sich Steiners „Gesetzen der geistigen Welt“ zu fügen weiß.

Der Wert eines Menschen, ist für Steiner und seine Getreuen nicht nur relativ im Verhältnis zu dessen vorausgegangenen und folgenden „Reinkarnationen“ sowie im Verhältnis zur alles determinierenden "geistigen Welt“, er ist auch grundsätzlich veräußerbar, so dass von der spezifischen Menschenwürde rein gar nichts übrig bleibt.

Da für Steiner das Leben eines Menschen keinen Eigenwert hat, muss für ihn auch der Tod eines Kindes keinen Anlass zur Traurigkeit bieten, um so weniger, wenn sich das all zu frühe Ableben des kleinen Menschen für die „Bewegung“ als nützlich erweisen kann. Der Mensch ist nicht der Zweck, sondern das Mittel. Die Anthroposophie dient nicht dem Menschen, sondern der Mensch opfert sich der Anthroposophie, bei lebendigem Leib in ihrer Organisation oder durch seinen Tod für diese.

Mit diesem letzten Aspekt befassen sich die ersten beiden Artikel: Theos Opfer und Schöne Wissenschaften.

Die weiteren Beiträge werden in loser Folge publiziert.

Inhalt

 

1. Zum Geleit
Anthroposophie, Wissenschaft und Menschenwürde

2. Theos Opfer
Theo Faiss, Rudolf Steiner und das erste Goetheanum

3. Schöne Wissenschaften
Theo Faiss, Martina Maria Sam und das zweite Goetheanum

4. Prügel in der Waldorfschule
Ein spezielles Phänomen
5. Keine Prügel, kein Rassismus
Kampagnen und Kreuzzüge, Trieb- und Denkleben
6. Attacke
Geisteskämpfer an der Front

7. Worauf man sich einlässt
Wissenschaft und NPD

8. Es geht ums Ganze
Kritik verboten

9. Pfeiffer mit drei f
Metamorphosen eines Kriminologen

10. Verfassungskonformität
Fortentwicklung einer bewährten Kooperation

11. Schrecklicher Verdacht
Bundesprüfstelle und anthroposophische "Bewegung"

12. Steiner und Waldorf
Genese eines vielfach missverstandenen Projekts

13. Mütter und Helden
Anthroposophen im „sauberen Krieg"

14. Rudolf Steiners Verlag
Fortgesetzter Ärger in Dornach

15. Unbefleckte Fortpflanzung
Keuschheit im anthroposophischen Paradies

16. Schlachtrufe und Hilferufe
Die Welt als Wille und Wahn

17. Die Reihen fast geschlossen
Anthroposophische Öffentlichkeitsarbeit – vor und hinter den Kulissen

18. Gefährliche Wissenschaften
Der Historiker Helmut Zander als Trojanisches Pferd und Diener des Ahrimans

19. Stuttgarter Erklärung
Pressekonferenz und Plakataktion des Bundes der Freien Waldorfschulen

20. Falsche Propheten
Rudolf Steiners Nachlassgestalter und ihre Demagogie-Koryphäe im kollegialen Dialog mit einem NPD-Funktionär

21. Waldorf vor Gericht
Namen als Markenzeichen

22. Hottentotten und Melancholiker
Rassismus und "Pädagogik" aus einem Guss

23. Anthroposophischer Journalismus
Bundesprüfstelle dementiert perfide Falschmeldungen von „News Network Anthroposophy“ und "Themen der Zeit”

24. Integrale Öffentlichkeitsarbeit
Die außerordentliche Qualität anthroposophischer Verlautbarungen
25. Der dritte Mann
Eine Räuberpistole der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung
26. Gemeingefährlich statt gemeinnützig
Rudolf Steiner, sein „Praxisfeld Medizin“ und die Masern-Epidemien der Gegenwart

27. Stört die Signale
Bund der Freien Waldorfschulen manipuliert Online-Umfragen

28. Frankfurter Memorandum
Anthroposophische Gesellschaft dekretiert Stillschweigen bezüglich Rassismus

29. Freie Schulwahl
Intention und Inszenierung eines „strategischen Plans“

30. Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung
KJHE „Alte Ziegelei“ Rädel -Theorie und Praxis anthroposophischer Kinderbetreuung

31. Kindesmisshandlung und Terror-PR
Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung „Alte Ziegelei“ und anthroposophische Öffentlichkeitsarbeit
32. Augen zu und drucken
Die Wochenzeitung „Die Zeit“ als Medium der organisierten Anthroposophie – Dorion Weickmanns Besprechung des angekündigten „Schwarzbuchs Waldorf“
33. Anthroposophie und Sektenbegriff
Zweckmäßigkeit und Bedeutung einer Vokabel
34. Anthroposophie ist toll
Der Stellvertreter - Helmut Zander als Sprachrohr Rudolf Steiners
35. Der Anthroprosator - Lorenzo Ravagli
Schild und Schwert der "Anthroposophie"

36. Mehr Anthroposophie!
Abgeordnetenwatch und Hiltrud Breyer – im Hause und im Dienste Rudolf Steiners
37. „Alternative Medizin“
Hiltrud Breyer fordert Transparenz
38. Ich bin kein Anthroposoph!
Interview mit Daniel Schily
39. Anthroposophische Führerherrschaft
Geschichtsklitterung, antidemokratische Programmatik und schulische Vermittlung
40. Seelenpflege-bedürftige Kinder
Menschen mit Behinderungen in Rudolf Steiners Anthroposophie – Süße Reklame und bittere Realität
41. Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart
Kunstmuseen huldigen dem Hellseher und Sektenführer - Besucher und Öffentlichkeit werden gezielt getäuscht